WIE FÜHLT ES SICH EIGENTLICH AN…

…regelmässig fremdzugehen?

‹Kennengelernt habe ich Micha* bei der Arbeit. In den Zigarettenpausen haben wir uns immer wieder mal miteinander unterhalten, richtig gefunkt hat’s erst bei einer Firmenfeier. Am nächsten Morgen war uns beiden irgendwie klar, dass es wohl nicht bei einem One-Night-Stand bleiben würde. Das ist mittlerweile vier Jahre her. Michel und ich leben beide in einer festen Beziehung, die wir nicht aufgeben möchten. Trotzdem treffen wir uns etwa alle zehn Tage in seiner Wohnung, wo ich auch übernachte. Meinem Freund erzähle ich jeweils, ich sei beim Kiten oder Bergsteigen, denn Geschäftsreisen sind in meinem Beruf nicht üblich. Am Anfang fühlte sich das ständige Lügen schon komisch an. Mittlerweile denke ich aber, dass ich durch meine Beziehung mit Michel viel liebevoller mit meinem Freund umgehe, weil ich einfach glücklicher und ausgeglichener bin. Daher schäme ich mich nicht für diese Entscheidung.›

Conny*

…heimlich blind zu sein?

‹Im Alter von 15 Jahren verlor ich quasi über Nacht 80 Prozent meines Augenlichts, das war ein Schock für die ganze Familie. Als ich nach dem Schulabschluss bemerkte, dass ich im Berufsleben als Blinder so gut wie keine Chance auf eine Lehrstelle habe, hielt ich meine Behinderung geheim und arbeitete mich in einem Hotel vom Kellner bis zum Operations Manager hoch. Allerdings war dieses Doppelleben extrem anstrengend, mit Mitte Dreissig war ich psychisch total am Boden. Überwunden habe ich diesen Tiefpunkt indem ich meine Geschichte niederschrieb und als Buch veröffentlichte. Seither hat sich mein Leben um 180 Grad geändert: Heute bin ich als Coach und Autor tätig und arbeite gerade an der Verfilmung meines Buches. Da ich ein selbstbestimmtes Leben führen kann, fühle ich mich nicht behindert – nicht zuletzt auch darum, weil moderne technische Hilfsmittel es mir ermöglichen, trotz meines Handicaps zu kommunizieren und aktiv zu sein.›

Weitere Infos zu Saliya Kahawatte und dem Kinofilm ‹Mein Blinddate mit dem Leben› erfährst du unter saliyakahawatte.de

…Vater zu werden? 

‹Für mich war’s als breche eine Welt zusammen und ein neues Leben beginne. Ein riesiges Durcheinander irgendwie. Ich hab fast mehr geheult als mein Baby…›

Joan

…seine Eltern zu verlieren?

‹Meine Eltern habe ich im Alter von 23 Jahren innert kurzer Zeit verloren. Mein Vater hatte einen Unfall und starb in meinen Armen, meine Mutter starb wenig darauf an einem Herzversagen. Sogar unser Hund kam ums Leben, Geschwister hatte ich keine. Ich hatte innerhalb von fünf Monaten also alles verloren, was mir lieb war und fühlte mich auch selbst verloren. Ich beschloss, alleine und ohne ein Wort englisch zu sprechen nach Amerika zu reisen. Dort lebte ich in einer Blockhütte im Wald, inmitten riesiger Bäume neben einem kleinen Teich. Irgendwann stand ich dort und jubelte laut – es war diese Natur, die es mir möglich machte, wieder glücklich zu sein. Heute bin ich 81 Jahre alt. Auch wenn viele meiner Freunde sagen, sie hätten keine Angst vor dem Tod, fühle ich anders. Ich habe keine Lust, zu gehen. Und jedes Mal, wenn jemand aus dem Umfeld stirbt, ist das ein böser Schlag, an den ich mich nicht gewöhnt habe. Meine Eltern vermisse ich allerdings nicht mehr. Aber ich denke heute öfter an sie als früher. Vielleicht weil meine Enkel ihnen ähnlich sehen.› 

Rita

…den hässlichsten Hund der Welt zu besitzen?

‹Ich werde nie den Moment vergessen, als ich Icky zum ersten Mal sah. Es war mitten in der Nacht, der Mond schien durchs Fenster auf mein Kissen und da lag dieses Wesen und hatte echt brutal Schiss vor ihm! Das war vor fünf Jahren. Mittlerweile kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Icky ist wundervoll, denn er bringt so vielen Menschen Freude, und hat mich eine wichtige Lektion gelehrt: Wahre Hässlichkeit kommt von innen, wahre Schönheit jedoch entsteht aus dem, was wir tun.› 

Jon

Icky ist wurde als ‹The World’s Ugliest Dog› weltweit bekannt. Wenn der kleine Star nicht gerade für Pressetermine um die Welt jettet, geniesst er ein ganz gewöhnliches, gemütliches Hundeleben.

…ein Promi zu sein?

‹Es ist viel schwieriger, berühmt zu sein, einfach weil du dich selbst bist, und nicht aufgrund eines Talents.›

Kim Kardashian im Interview mit Barbara Walters

‹Es ist seltsam. Ich habe das Gefühl, ich kenne mich selbst teilweise weniger gut, als manche Leute denken, dass sie mich kennen.› 

Robert Pattinson im Interview mit George Stroumboulopoulos Tonight